Bericht zur anarchistischen 1. Mai Demonstration 2021

Foto: Mona Dierkes

Unter dem Motto „Freiheit statt Patriarchat, Kapitalismus und Egoismus“ haben wir gestern mit bis zu 800 Menschen bei der anarchistischen 1. Mai Demonstration demonstriert.
Wir waren überwältigt, von der großen Beteiligung, mit der wir in diesem Umfang nicht gerechnet hätten. Im Vergleich zu 2019 waren es somit mehr als doppelt soviele Menschen, vielen Dank dafür!
Bis vor zwei Tagen war noch völlig unklar ob die Demonstration in dieser Form überhaupt stattfinden kann, da diese durch das Ordnungsamt untersagt wurde.
Wir waren jedoch darauf vorbereitet und reichten erfolgreich eine Klage ein. Dabei stellte sich heraus, dass das Verbot damit begründet wurde, dass Menschen sich bei Querdenken-Demonstrationen in Dortmund nicht an Hygienevorgaben gehalten haben. Mit diesem lächerlichen Bescheid wurden sämtliche Demonstrationen in Dortmund verboten. Darunter unter anderem die geplanten Protestzüge zum Gedenken an die Anschläge von Hanau, zum feministischen Kampftag und dem Klimastreik. Allen genannten Veranstaltungen war es jedoch ein Anliegen, im Gegensatz zu den Querdenkendemos, die erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsreglungen einzuhalten. Auch wir haben schon im Aufruf betont, dass uns die Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen sehr wichtig ist und wir uns klar von Coronaleugner*innen abgrenzen. Wir hoffen das die Praxis der Demoverbote in Dortmund damit jetzt endlich ein Ende hat!
Die Auftaktkundgebung zum anarchistischen 1. Mai starte bei sonnigem Wetter um 16:00Uhr im Westpark. Die Plattform Ruhr began mit einem Redebeitrag, in dem dazu aufgerufen wurde, sich der anarchakommunistischchen Organisation anzuschliessen. Daran anknüpfend, kündigte die Freie-Arbeiter*innen Union (FAU) in einer Rede an, dass auch in Dortmund wieder Strukturen der Gewerkschaft aufgebaut werden sollen. Im Anschluss folgte ein Redebeitrag vom Feministischen Kollektiv Dortmund zum Thema feministische Elternschaft, welcher auf gesellschaftliche und politische Missstände hinweist, die dazu führen, dass Frauen immernoch deutlich mehr unbezahlte Reproduktionsarbeit leisten und im Lohnarbeitssektor massiv benachteiligt werden. Bevor sich die Demo dann in Bewegung setzte, gab der Rapper Tolztoy noch einen Song zum besten.
Dann ging es los und plötzlich zeigte sich, dass sich viel mehr Menschen, als zunächst angenommen, der Demonstration anschlossen. Die ersten Reihen der Demo wurden von einem organisierten FLINTA-Block gestellt. Dazu gab es eine halbe Stunde vor Beginn einen Treffpunkt für FLINTA Personen, die alleine unterwegs waren.
Den Abschluss des Blocks bildete die Trommelgruppe Rhythms of Resistance (RoR Pott), die für gute Stimmung und eine Untermalung der Parolen sorgten. Der darauffolgende, zweite organisierte und klassenkämpferische Block wurde von der Plattform Ruhr gebildet. Dahinter reihten sich der Lautsprecherwagen und hunderte weitere Personen ein, die ebenfalls immer wieder lautstark Stimmung machten.
Zu Beginn wurde der Demozug mehrfach von der Polizei gestoppt. Selbst der Chef des Ordnungsamtes war anwesend und machte höchstpersönlich auf die bestehenden Hygieneregeln aufmerksam, die jedoch unsererseits konsequent umgesetzt wurden. Mehrere Ordner*innen haben zudem auf das Einhalten der Abstände geachtet.
Die ziemlich lange Demonstration lief vom Westpark aus auf die Rheinische Strasse, wo die Initiative Face2Face auf Höhe des Gasthauses, einen Beitrag zur Situation der Obdachlosen in Dortmund hielt. Durch die beiden Moderator*innen wurde im Verlauf der Strecke immer wieder auf bestimmte Gebäude und Institutionen Bezug genommen und auf deren Rolle im kapitalistischen System eingegangen.
Auf Höhe des Hauptbahnhofs schlossen sich 30 Menschen aus Witten und Hagen der Demo an, nachdem sie vorher in Witten an der Demonstration von „werhatdergibt“ teilgenommen haben. Auch aus Bochum sind viele Menschen angereist, unter anderem Personen der feministischen Gruppe „Take back the Night“, die Werbung für ihre geplanten Veranstaltungen machten. Zudem hat die Schwarze-Ruhr-Uni eine öffentliche Anreise vom Bochumer Hauptbahnhof durchgeführt. Bei der Zwischenkundgebung an den Katharinentreppen folgte ein kämpferischer Redebeitrag von der kurdischen Jugend, in dem unter anderem auf antikapitalische und feministische Praxis in Rojava eingegangen wurde.
Den kurzen Stopp am RWE-Tower nutze Fridays for Future, um mit einer Rede auf den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Produktionsweise und Klimawandel hinzuweisen.
Laut, kreativ, kämpferisch und bunt ging es über das Burgtor weiter in die Nordstadt. Immer wieder wurde die Demo mit Parolen von den Moderator*innen und aus den Blöcken heraus mit Megaphonen eingeheizt. Es wurden antikapitalistische und antipatriarchale Inhalte transportiert. Darüber hinaus wurden Ausgangsverbote skandalisiert und ein besserer Zugang zu Impfstoffen gefordert. Die Stimmung befand sich auf dem Höhepunkt.
Über die Grüne Straße fand der Demozug seine Fortsetzung und bog schließlich auf die belebte Schützenstraße ab. Dort zeigten Passant*innen ihre Zustimmung und winkten den Demonstrierenden zu. Von da aus ging es weiter über die Feldherrnstraße auf das Black Pigeon zu. Aus einer Wohnung in der Nähe hing das Fronttransparent der anarchistischen 1. Mai Demonstration von 2018. Bei den letzten anarchistischen Demonstrationen markierte das Black Pigeon den Endpunkt der Demo und bei gemütlichen Beisammensein wurde der Arbeiter*innenkampftag gemeinsam beendet. Das war in diesem Jahr pandemiebedingt leider nicht möglich. Die Endkundgebung fand deshalb, und auch um kritisch auf den Umbau des Hafens aufmerksam zu machen, am (ehemaligen) Umschlagplatz statt.
Vor Ort hielt die Hafeninitiative eine Rede, die mit den von der Stadt angebotenen symbolischen Partizipationsmöglichkeiten im Kontext des Hafenumbaus abrechnete. Die Initiative bringt sich seit drei Jahren ein, vorgeschlagenes wurde jedoch bis dato in keinem Punkt umgesetzt.
Der letzte Beitrag wurde von der Sozial-Ökologischen Initiative (SÖZ) gehalten, die aktuell auf der Suche nach einem eigenen Zentrum sind. Das SÖZ hatte noch ein echtes Highlight im Gepäck, indem sie ein ein eigenes SÖZ-Leuchtschild enthüllten.
Zu Beginn der Kundgebung gab es auf der anderen Seite des Hafenbeckens noch eine Pyroaktion, bei der Menschen ein Transparent gegen Versammlungsverbote hielten. Für diese kleine Aktion wurden die Personalien einiger angeblich beteiligter Personen aufgenommen. Dabei setze die Polizei am Ende nochmal bewusst auf eine Eskalation, indem eine Person beim Verlassen der Demo gefangen und zu Boden gedrückt wurde. Hierbei kam es zu einer Handverletzung. Nach dieser unnötigen Aktion war die, sowieso bereits aufgelöste, Demonstration vorbei und die meissten Menschen machten sich auf den Weg nach Hause.
Wir danken der Foto- und Filmcrew, dem Techniker, dem EA-Ruhr, sowie dem Demosanitäter Westfalen und allen Gruppen, Initiativen und Menschen, die an der Demonstration mitgewirkt haben. Durch die große Teilnahme konnte eine kämpferische Dynamik entstehen, die wir uns in der Zukunft erhalten sollten. Unterstützt weitere Kundgebungen und Aktionen beteiligter Gruppen und bleibt laut, kreativ und wütend!

Wir sehen uns auf der Straße – Spätestens beim anarchistischen Mai 2022 in Dortmund!

Update #5 zum anarchistischen 1. Mai

  • Das ist die Route: Der Treffpunkt ist um 16 Uhr in der Mitte des Westparks, nach einer Auftaktkundgebung geht es von da los in Richtung Dortmunder U und dann weiter zur Zwischenkundgebung an der Katharinentreppe (ca. 17 Uhr, gegenüber vom Hbf). Danach gehen wir weiter in die Nordstadt, über die Schützenstrasse, dann am Black Pigeon vorbei und schliesslich bis zur Endkundgebung am Dortmunder Hafen (ca. 18 Uhr)
  • Die Nummer des Ermittlungsausschusses (EA) lautet: 0234 622 09 002. Der EA ist ab 15:45 zu erreichen.
  • Es wird einen eigenen Block für FLINTA* Personen geben. Außerdem gibt es einen Treffpunkt für FLINTA* Personen, die alleine zur Demo kommen. Dieser ist um 15:30 Uhr am Nordeingang des Westparks bei dem Regenbogen Zebrastreifen.
  • Die plattform Ruhr wird ebenfalls einen eigenen Block bilden. Bei welchem sich auch noch Menschen anschließen können.
  • Wir werden mit dem Account Anarchismus in Do. live von der Demo twittern.
  • Alle, die noch zur Demo nachkommen möchten, können dort erfahren wo wir gerade sind.
  • Es gibt Anreisetreffpunkte in Bochum und Witten. Für Bochum wurde von der Schwarzen-Ruhr-Uni ein Treffpunkt um 15:10 Uhr vor dem Haupteingang ausgerufen. In Witten geht es um 16:30 Uhr am Hauptbahnhof direkt nach der Demo von “Wer hat der gibt” los nach Dortmund.
  • Wir bitten euch keinen Alkohol oder andere Drogen auf der Demonstration zu konsumieren.
  • Selbstverständlich wollen wir keine Fahnen von Parteien, Parteijugendorganisationen, Nationen oder autoritären Gruppen auf unserer Demo sehen.
  • Wir wünschen uns eine kämpferische und bunte Demonstration. Bunt heißt, dass wir keine Black Block Demo wollen. Das heißt aber auch nicht, dass alle in wilden Kostümen kommen müssen. Kommt einfach so wie es euch gefällt! Wir hoffen darauf mit einer nicht Black Block Demo eine andere Außenwirkung zu erzielen.
  • Wir rufen explizit dazu auf, während der Demonstration Masken zu tragen und Abstand zu halten.
  • Für morgen früh rufen Dortmunder Antifagruppen zu einer Fahrt nach Dorstfeld auf, um dort gegen die Nazis zu protestieren. Dazu gibt es einen Anreisetreffpunkt um 10 Uhr an der U-Bahn Haltestelle Leopoldstrasse.
  • Dies war das letzte Update von der Demo. Wir freuen uns riesig auf morgen! Wir wünschen uns eine bunte und kämpferische Demonstration! Jetzt gilt`s: Alle heraus zum anarchistischen 1. Mai!

Wer zuletzt lacht, lacht am besten: Verbot der 1. Mai-Demonstration gekippt!

Ja, ihr lest richtig. Das Verbot unserer anarchistischen 1. Mai-Demonstration wurde soeben gerichtlich gekippt! Da es theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich ist, dass die Stadt Dortmund dagegen Einspruch einlegt, werden wir also höchstwahrscheinlich wie geplant ab 16 Uhr am Westpark starten und als Demozug in den Hafen laufen!

Was ist passiert?
Am Dienstag hat uns die Stadt Dortmund mitgeteilt, sie wolle unsere Demonstration verbieten. Als Grund führte sie in ihrem Bescheid den „Infektionsschutz“ an und erklärte, vergangene Demonstrationen in Dortmund während der Pandemie hätten gezeigt, dass eine hygienegerechte Durchführung dieser Versammlungen nicht möglich sei. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, auf welche Demonstrationen sie sich dabei bezogen hat. Schließlich verbietet die Stadt Dortmund ja seit einem Jahr genau mit solchen Begründungen jede emanzipatorische Demonstration – egal ob feministisch oder gegen rechte Netzwerke in der Polizei. Die Demonstrationen, um die es ging, waren auch tatsächlich keine linke Versammlungen, sondern Versammlungen der Querdenker-Bewegung. Ja, mit solchen Begründungen wird in Dortmund versucht, anarchistischen und anderen emanzipatortischen Protest von der Straße zu drängen. Dabei nutzen die Behörden schamlos aus, dass die meisten Initiativen und Gruppen den kostenaufwendigen Weg eines Gerichtsprozesses nicht gehen wollen oder können und deshalb auf den Platz an der Reinoldikirche ausweichen müssen – vor allem wenn die Rechtsbescheide erst wenige Tage vor der Versammlung verschickt werden. Auch der Verweis auf den Infektionsschutz ist offensichtlich unbegründet und politisch motiviert. Wir haben alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Obwohl sie auch während der Pandemie monatelang die Shoppingmeilen unserer Stadt offen gehalten hat (die Betriebe sowieso),setzt sich die Stadt dann auf einmal für den Infektionsschutz ein, wenn es um eine anarchistische Demonstration geht. Das zeigt, worum es hier geht: Kritik am katastrophalen Krisenmanagement der Regierung, sowie an Patriarchat und Kapitalismus mit staatlichen Machtmitteln zu unterdrücken.
Als Anarchist*innen wundert uns dieses Verhalten nicht. Es war stets das oberste Ziel der Herrschenden, unsere Ablehnung gegenüber diesem System und unsere Forderung nach einer besseren, befreiten Gesellschaft verstummen zu lassen. Lasst uns nicht vergessen, dass das der Grund ist, warum Menschen weltweit überhaupt am 1. Mai auf die Straße gehen. Es war die mörderische staatliche Repression gegen unsere Genoss*innen vom Chicagoer Haymarket, die den 1. Mai zum Kampftag der Arbeiter*innenklasse gemacht hat. Und als Anarchist*innen wissen wir auch, dass das Ziel solcher Maßnahmen ist, dass wir uns ärgern, den Mut verlieren und aufhören, unsere Stimme gegen dieses System zu erheben. Genau deshalb müssen wir – gerade am 1. Mai – Widerstand leisten gegen jeden Versuch, uns von der Straße zu drängen!
Aus diesem Grund sind wir gegen das Verbot unserer Demonstration gerichtlich vorgegangen und es hat kaum zwei Stunden gedauert, da musste sich die Stadt vom Gericht eine fette Ohrfeige abholen. Denn das Gericht hat das Verbot der Stadt als ungerechtfertigt gekippt! Uns freut das riesig, denn es war von Anfang an unser Ziel, an diesem 1. Mai nicht trotz, sondern wegen dieser Krise auf die Straße zu gehen. Uns ist aber auch klar: Heute mag das bürgerliche Recht auf unserer Seite gewesen sein, aber unser Freund ist dieses Recht deshalb noch lange nicht. Hätte die Stadt eine klügere Strategie gefahren, hätten wir die Demonstration wohl selbst durchsetzen müssen.
Trotzdem sind wir jetzt erstmal froh über diese tollen Nachrichten und freuen uns schon wahnsinnig auf einen kämpferischen, anarchistischen 1. Mai in Dortmund! Der wird aber am besten, wenn so viele Menschen wie möglich zur Demonstration kommen, also kommt mit uns übermorgen auf die Straße! Zeigen wir der Stadt, was wir von ihrem schmutzigen Repressionsversuch halten!

Update #4 zum anarchistischen 1. Mai

  • Unsere Demonstration wurde von der Stadt mit dem Vorwand “Infektionsschutzgründe” verboten! Wir haben das erwartet, da in Dortmund, anders als in vielen anderen Städten, das Demonstrationsrecht aktuell fast gänzlich außer Kraft gesetzt ist. Wir werden dagegen klagen und für den Fall das wir verlieren sollten, haben wir noch ein Ass im Ärmel. Also kommt aufjedenfall weiterhin um 16 Uhr in den Westpark, jetzt erst recht! Der 1. Mai ist unser Tag, wir lassen uns nicht verbieten auf die Straße zu gehen! Über weitere Entwicklungen halten wir euch auf dem laufendem.
  • Die Podcaster von Übertage haben passend zur kommenden Demo unter dem Motto “1. Mai Geschichte & Gegenwart” eine Podcastfolge veröffentlicht. Hier könnt ihr reinhören.
  • Am Sonntag wurde ein Mobivideo veröffentlicht.
  • In den letzten Tagen wurde bereits fleissig gemalt, so dass jetzt schon mehrere Transpis für die Demo fertig sind!
  • Euch erwarten dieses Jahr viele spannende Redebeiträge! Von: die plattform Ruhr, Freie Arbeiter*innen Union Duisburg/Ruhrgebiet, Face to Face, Initiative für ein Sozialökologisches Zentrum, Hafeninitiative, feministisches Kollektiv, TeKoJIN (kämpferische junge Frauen), Fridays for Future, Schwarze Ruhr Uni. Weil es dieses Jahr so viele geworden sind, werden die Beiträge möglichst kurz und prägnant gehalten sein.
  • Am Freitag wird es dann ein letztes Update geben, in dem dann nochmal alle wichtigen Infos für die Demo veröffentlicht werden (EA-Nummer, Route etc.)

Update #3 zum anarchistischen 1. Mai

  • Das lokale Bündnis der Gruppe “werhatdergibt” plant für den 1. Mai eine Demonstration in Witten. In Dortmund gibt es um 13.12 Uhr am Nordausgang des Hauptbahnhofs einen Anreisetreffpunkt für die Demo in Witten. Um 16.30 geht es dann von Witten zurück nach Dortmund, wo die anarchistische 1. Mai Demo dann am Hauptbahnhof wartet.
  • Aus Bochum wird es eine organisierte Anreise zu unserer Demonstration geben. Die Schwarze Ruhr Uni und die anarchistische Lebensmittelhilfe rufen dazu auf, sich am Bochumer HBF (Innenstadtseite) ab 15.10 Uhr vorzutreffen. Hier können auch Menschen auf Tickets mitgenommen werden!
  • Auch in Wuppertal wird es dieses Jahr wieder Aktivitäten zum dort traditionellen unangemeldetem 1. Mai geben. Dieses Jahr leider parallel zu Dortmund um 17.00 Uhr am Schusterplatz in der Nordstadt.
  • Die Nazis um die Partei “die Rechte” haben ebenfalls eine Demonstration für den 1. Mai angekündigt. Sie mobilisieren für 13.00 Uhr zum Hinterausgang des Essener Hauptbahnhofs. Wir rufen dazu auf, den “Aufmarsch” auf allen erdenklichen Wegen zu stören, halten aber selbstverständlich auch an unserer eigenen Mobilisierung fest. Für alle die, die versuchen wollen sowohl an den Aktionen gegen die Nazis teilzunehmen als auch danach nach Dortmund zu kommen, versuchen wir grade einen Zugtreffpunkt zu organisieren. Wir halten euch auf dem laufenden!
  • Der vordere Teil der Demonstration wird dieses Jahr durch einen feministischen Block gebildet. Wir freuen uns über organisierte Frauen und LGBTQI+ Reihen!
  • Unser Genosse Tolstoi von der Rapcrew AMK aus Dortmund wird auf unserer Demonstration einige Tracks zum besten geben!
  • Weitere Initiativen haben sich unserer Demonstration angeschlossen und werden diese auf unterschiedliche Weise bereichern und unterstützen: verschiedene Syndikate der Freien Arbeiter*innen Union, Fridays for Future, Schwarze Ruhr Uni, Anarchistische Linke Köln, anarchistische Lebensmittelhilfe (Dortmund/Bochum)
  • Um 17.00 Uhr wird es eine Zwischenkundgebung unterhalb der Katharinentreppen geben. Wer lieber eine kurze Route laufen möchte kann nur vom Westpark bis dort laufen, oder erst ab der Zwischenkundgebung um 17.00 Uhr dazu stoßen. Speziell natürlich wenn ihr vorher noch in Essen, Witten oder anderswo aktiv seit!
  • Nicht einmal mehr zwei Wochen bis zum 1. Mai, holt nochmal alles aus der Mobilisierung raus! Ein Großteil des Materials ist bereits verteil und wir bekommen immer wieder Einsendungen mit Graffiti und Banner Mobilisierungsaktionen – super! Erzählt es euren Freund*innen, organisiert euch und kommt dazu!
  • Wir haben noch einen längeren Aufruf geschrieben, in dem wir nochmal ausführlich auf die drei großen Demothemen Patriarchat, Kapitalismus und Egoismus eingehen. Lest hier mal rein.
    Der Aufruf wurde auch von dem neuen Audioprojekt “Triebfeder” aus Dortmund vertont und ist hier zu finden.

Langer Aufruf: Heraus zum anarchistischen 1. Mai! Freiheit statt Kapitalismus, Patriarchat und Egoismus!

Seit über 130 Jahren gehen Lohnabhängige am 1. Mai weltweit auf die Straße, um ihrer Wut über die herrschenden Verhältnisse Luft zu verschaffen und für eine andere, bessere Gesellschaft zu protestieren. In der Tradition der Chicagoer Arbeiter*innen, deren Streik im Mai 1886 brutal niedergeschlagen wurde, wollen wir als Anarchist*innen auch in diesem Jahr am 1. Mai in Dortmund demonstrieren. Wir wollen gemeinsam mit vielen anderen Menschen Alternativen aufzeigen zu diesem System, das uns unterdrückt und uns das Leben schwer macht.

In folgenden Text versuchen wir, anhand von drei Themenfeldern – Kapitalismus, Patriarchat und Egoismus – genauer zu erklären, welche Probleme wir in der bestehenden Gesellschaft sehen und wie wir alle für eine gerechtere Gesellschaft ohne diese Probleme aktiv werden können.

Continue reading „Langer Aufruf: Heraus zum anarchistischen 1. Mai! Freiheit statt Kapitalismus, Patriarchat und Egoismus!“

Update #2 zum anarchistischen 1. Mai

  • Die Mobilisierung ist im vollen Gange! Das gedruckte Material (Flyer, Plakate, Aufkleber) ist angekommen und erfreut sich bereits einiger Verbreitung. Du möchtest mithelfen es zu verteilen? Dann melde dich gerne unter: dortmund1mai@riseup.net
  • Außerdem haben uns Einsendungen erreicht, auf denen an den Wänden unserer Strassen einige Parolen und Aufrufe für den 1. Mai zusehen sind.
    (In den sozialen Medien findet ihr einen Teil der Einsendungen)
  • Es ist jetzt schon abzusehen das der anarchistische 1. Mai dieses Jahr so breit aufgestellt sein wird wie nie. Folgende Zusammenhänge haben schon zugesagt, dass sie sich auf unterschiedliche Weise beteiligen wollen: Initiative für ein Sozialökologisches Zentrum, Hafeninitiative, die Plattform Ruhr, TCŞ (revolutionäre Jugendbewegung) und TeKoJIN (kämpferische junge Frauen), Feministisches Kollektiv Dortmund, Anarchistische Gruppe Dortmund, Black Pigeon, Autonome Antifa 170, Mean Streets Antifa. Dein(e) Zusammenhang/Gruppe/Initiative will auch eine Aktion oder Rede beitragen? Melde dich gerne bei uns!

Update #1 zum anarchistischen 1. Mai

Update #1 zum anarchistischen 1. Mai

  • Das Design für den diesjährigen 1. Mai ist fertig und kann ab jetzt hier auf der Website bewundert werden (unter: Materialien/Mobilisierung).
  • Anfang dieser Woche kommt auch das gedruckte Material an. Wenn ihr mithelfen wollt, die Flyer, Plakate und Aufkleber zu verbreiten, meldet euch gerne bei uns unter: dortmund1mai@riseup.net
  • Der Ort für die Startkundgebung steht fest! Wie schon 2019 treffen wir uns um Westpark, diesmal ab 16 Uhr. Bewerbt den Startpunkt über alle Kanäle!
  • Aktuell werden alle Demonstrationen in Dortmund vom Ordnungsamt und der Polizei untersagt und es werden lediglich Stehkundgebungen zugelassen. Als Grund für die jeweilige Einschränkung der Versammlungsfreiheit wird der Infektionsschutz angeführt. In anderen Städten (mit ähnlicher Coronainzidenz) sind Demonstrationen jedoch möglich, deshalb handelt es sich hier scheinbar nur um einen Vorwand. Egal ob wir laufen dürfen oder nicht, wir werden versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen. Kommt also am 1. Mai definitiv nach Dortmund! Weitere Infos folgen in Kürze!