Bis zu 300 beim anarchistischen 1. Mai 2019!

Bis zu 300 Menschen haben sich heute bei der anarchistischen 1. Mai Demonstration in Dortmund beteiligt! Danke an euch alle! Bericht, Videos & Bilder folgen.

Aufruhr – Widerstand – Klassenkampf statt Vaterland!

Achja direkt schonmal Grüße an die Cops… Eure Schikanen werden wir nicht vergessen und in zukünftige Aktionsplannungen miteinbeziehen….

An alle die jetzt wegen dem absurdesten Scheiss Anzeigen bekommen: Bitte meldet euch bei der Roten Hilfe oder der Anarchistischen Gruppe!

Update #3 zur anarchistischen 1. Mai Demonstration – letztes Update vor der Demonstration!

  • Wir haben für dieses Jahr eine attraktive Route im Gepäck! Wir sammeln uns zuerst ab 17:45 Uhr im Westpark, untermalt mit den ersten Redebeiträgen. Dann gehen wir los, am Dortmunder U vorbei, einmal quer durch die Innenstadt bis zur Zwischenkundgebung am Hbf. Dann weiter am Fussballmuseum vorbei und ab in die Nordstadt, über die Schützenstraße ins Hafenviertel bis vor das Black Pigeon. Dort lassen wir den Abend gemeinsam bei Musik, Essen und weiteren Redebeiträgen ausklingen.
  • Wir sind froh über die insgesamt gut gelaufene Mobilisierung, eine vierstellige Anzahl an Plakaten und Aufklebern sowie eine fünfstellige Anzahl an Flyern wurde in Dortmund und darüber hinaus verteilt. Dazu gab es mehrere unangemeldete Infostände in und um den Westpark herum, bei denen uns große Sympathie entgegengebracht wurde. Das alles lässt uns hoffnungsvoll unserer Demonstration entgegen blicken.
  • Wir wünschen uns eine kämpferische und bunte Demonstration. Bunt heißt, dass wir keine Black Block Demo wollen. Das heißt aber auch nicht, dass alle in wilden Kostümen kommen müssen. Kommt einfach so, wie es euch gefällt! Wir hoffen darauf mit einer Nicht-Black-Block Demo eine andere Außenwirkung zu erzielen.
  • Wir bitten euch, keinen Alkohol oder andere Drogen auf der Demonstration zu konsumieren.
  • Dies war das letzte Update vor der Demo. Jetzt gilt`s: Alle heraus zum anarchistischen 1. Mai!

Update #2 zur anarchistischen 1. Mai Demonstration

  • Vor kurzem ist ein neues Mobilisierungsplakat für den 1. Mai in unserer Region erschienen. Dieses bewirbt die Proteste gegen den Naziaufmarsch in Duisburg, die autonome 1. Mai Demonstration in Wuppertal und unsere anarchistische Demonstration. Wie jedes Jahr ist unsere Demonstration so gelegt, dass es im Falle einer ungehinderten Abreise aus Duisburg bzw. Wuppertal möglich ist, zuerst dort und im Anschluss dann in Dortmund aktiv zu sein. Passt bei der Anreise nach Dortmund wegen eventuell herumreisender Faschist*innen auf euch auf.
  • Die Schwarze Ruhr-Uni organisiert einen Zugtreffpunkt aus Bochum zur anarchistischen 1. Mai Demonstration in Dortmund. Kommt um 17:10 Uhr vor den Bochumer Hbf!
  • Wie die vergangenen beiden Male ist unsere Demonstration angemeldet. Bisher sieht auch alles danach aus, dass uns die Cops keine Steine in den Weg legen. Ein “Kooperationsgespräch” ist ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Nur die Unannehmlichkeit ihrer Anwesenheit bei der Demo selbst werden wir ertragen müssen.
  • Wir verstehen die Demonstration auch als Grundlage für eure Inhalte und Aktionen! Wir freuen uns über eure Ideen, wie ihr im Vorfeld oder auf der Demo die Bühne bespielen könnt, die wir bereiten. Demonstrationen werden leider zu oft einfach nur von Teilnehmenden konsumiert. Eine selbstorganisierte Aktion lebt aber von der Beteiligung vieler. Bastelt Schilder und Transparente, kommt mit Fahnen und steuert Redebeiträge bei, organisiert Aktionen im Vorfeld oder während der Demonstration. Wir freuen uns über eure Initiative!
    • Das diesjährige Fronttransparent ist auch schon fertig, mal wieder ganz klassisch in Schwarz-Rot!

#1 Update zur anarchistischen 1. Mai Demonstration

 

  • Die Genoss*innen vom neuen anarchistischen Kollektiv stella nigra bieten aus Trier eine Mitfahrgelegenheit zur anarchistischen 1. Mai Demonstration nach Dortmund an. Schreibt den Genoss*innen, wenn ihr Interesse habt: https://stellanigra.blackblogs.org/
  • Wir freuen uns bei der Demonstration auf Redebeiträge folgender Gruppen: Schwarze Ruhr Uni, die plattform, Anarchistische Gruppe Dortmund, Anarchistische Gruppe Essen, Graswurzelrevolution sowie eines Tierbefreiers. Einige der Beiträge werdet ihr bei der langen Abschlusskundgebung hören.
  • Auch das weitere Programm der Abschlusskundgebung, die vor dem Black Pigeon stattfindet, hat Gestalt angenommen: Neben den Redebeiträgen gibt es Infostände von der anarchistischen Gruppe Dortmund, von die plattform und den anarchistischen Tierbefreier*innen Dortmund. Für musikalische Untermalung sorgen Michel B., Trio Randale und Georgie Kollektiv. Dazu gibt es leckeres veganes Essen!
  • In Essen hat im April bereits ein Solitresen für unsere 1. Mai Aktivitäten stattgefunden. In Dortmund, im Nordpol (Münsterstraße 99) wird es am 13. April ab 20 Uhr ebenfalls einen Solitresen geben. Schaut vorbei!
  • Die Mobilisierung läuft auf Hochtouren! In Dortmund gab es bereits zwei erfolgreiche unangemeldete Infostände, tausende Flyer und Aufkleber, sowie hunderte Plakate sind bereits verteilt.

Solitresen für den anarchistischen 1. Mai in Dortmund

Die Planungen für die 1. Mai Demo in Dortmund laufen auf Hochtouren. In einigen Vierteln hängen bereits unsere Plakate und in den bekannten linken Räumen liegen auch schon Flyer aus. Leider lässt sich so eine Demonstration nicht ganz ohne Ausgaben organisieren, deshalb haben wir uns überlegt einen Solitresen zu veranstalten. Dazu möchten wir Euch herzlich einladen! Wir freuen auf einen schönen Abend, an dem wir sicher auch ins Gespräch kommen und vielleicht neue Kontakte enstehen. Es wird neben den im Nordpol (Münsterstraße 99) üblichen Getränken (Bier, Cola etc.) auch Pfeffi, Mexikaner und Cocktails (mit oder ohne Alk) geben.

Wähle Niemand!

Die Anarchistische Gruppe Dortmund ruft dazu auf, bei den Europawahlen im Mai 2019 für unsere Kandidatin Niemand zu stimmen. Was auch immer deine Anliegen oder Probleme sein mögen: Niemand vertritt deine Interessen!
Wir werden unter anderem mit Infoständen und Plakaten für Niemand Werbung machen. Außerdem betreibt unsere Kandidatin auch ihren eigenen Twitter-Account: twitter.com/realniemand.

Die Kampagne soll den bestehenden Wahlkampf der Lächerlichkeit preisgeben, oder vielmehr die bestehende Lächerlichkeit des Wahlkampfs verdeutlichen. Darüber hinaus wollen wir uns für die Perspektive der Selbstorganisation als Alternative zum Wahlspektakel stark machen. Dazu werden wir Diskussionsveranstaltungen durchführen und in Kürze unsere Broschüre Gegen die Illusion der Wahlen von 2017 neu herausgeben.
Sollten sich andere Gruppen oder einzelne Menschen an der Kampagne beteiligen wollen, können wir euch Plakate und Sticker schicken. Wenn ihr euren eigenen Gruppennamen oder eine lokale Kontaktadresse auf den Materialien haben wollt, können wir euch auch entsprechend abgeänderte Vorlagen schicken. Meldet euch einfach unter: agdo@riseup.net

Die anarchistische 1. Mai Demonstration findet im Kontext der Kampagne zur Europawahl statt. Alles weitere zur Kamapgne findest du hier.

Erster Infostand für die anarchistische 1. Mai-Demo in Dortmund

Gestern führten Genoss*innen der Anarchistischen Gruppen Essen und Dortmund einen ersten unangemeldeten Infostand im Dortmunder Westpark durch. In diesem Park wird auch der Startpunkt unserer Demonstration sein. Bei allerbestem Infostand-Wetter verteilten wir in über einer Stunde Flyer und machten auf unsere Demonstration aufmerksam. Es gehört ja mittlerweile quer durch alle politischen Spektren zum guten Ton, in Aktionsberichten stolz zu verkünden, wie erfolgreich dieser und jener Infotisch gewesen sei. Dennoch müssen wir wirklich sagen, dass wir gradezu überrascht davon waren, wie durchgehend positiv die Rückmeldungen auf unseren Tisch an diesem Tag im Westpark waren. Wir erleben es häufig, dass anarchistische Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit, wenn sie selbstbewusst vorgetragen werden, alles andere als negativ von den Menschen aufgenommen werden. Es ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube, auch unter Anarchist*innen selbst, dass es innerhalb der Gesellschaft ja eigentlich nur Ablehnung gegenüber unseren Ideen gibt und die “normalen Leute” von der Straße nichts von uns wissen wollen. Es ist immer ein gutes Gefühl, sich wieder und wieder vom Gegenteil zu überzeugen. Heute haben wir besonders großen Zuspruch erfahren.
Continue reading „Erster Infostand für die anarchistische 1. Mai-Demo in Dortmund“

Essen: Schwarzer Solitresen für die anarchistische 1. Mai Demo Dortmund


Freitag, 5. April ab 20 Uhr – Alibi-Essen, Holzstr.12

Der 1. Mai ist für viele Menschen in Deutschland ein Tag, an dem sie nicht arbeiten müssen. Für einige von uns ist er jedoch mehr als das: er ist ein Stück des revolutionären Traums einer herrschaftsfreien Gesellschaft, denn was unsere derzeitigen Verhältnisse notwendig machen, ist eine Revolution. Das schöne Leben für alle wird uns nicht gegeben, wir müssen es uns gemeinsam erkämpfen, denn zu schweigen und uns zufrieden zu geben, darf und kann keine Option sein.
Continue reading „Essen: Schwarzer Solitresen für die anarchistische 1. Mai Demo Dortmund“

Gedrucktes Material verfügbar!

Ab jetzt zur Abholung im Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund – Plakate, Flyer und Aufkleber zum mitnehmen und weiterverbreiten für die anarchistische 1. Mai Demonstration! Helft dabei das unser 1. Mai dieses Jahr noch größer wird. Besonders gefreut wird sich darüber wenn Plakate und Flyer verteilt werden.

Anarchistischer 1. Mai dieses Jahr wieder in Dortmund!

Nachdem es 2015 und 2018 zwei erfolgreiche anarchistische Demonstrationen zum 1. Mai mit jeweils 300 Teilnehmer*innen gab, nehmen wir uns dieses Jahr unter dem Motto: „Klassenkampf statt Wahlspektakel“ mit einer eigenen Demo wieder die Straßen Dortmunds! Haltet unsere Webseite im Auge, nach und nach werden weitere Informationen folgen.

Es folgt der Aufruf für dieses Jahr:

Klassenkampf statt Wahlspektakel

Heraus zum anarchistischen 1. Mai!

Wieder werden unsere Straßen mit hässlichen Plakaten verschandelt. Diesmal wollen sie uns keinen neuen Handyvertrag oder Fernseher andrehen. Nein, all diese aufdringlich grinsenden Gesichter werben dafür, unsere Stimme bei der Europawahl an sie zu verlieren. Wir haben nur eine Antwort für sie: Verschwindet alle miteinander!

Einheitspartei des Kapitals

Die etablierten Parteien von CDU/CSU über FDPSPD bis zu den Grünen sind in Wahrheit einfach verschiedene Fraktionen einer großen Einheitspartei des Kapitals. Ihre Hauptfunktion ist es, den Unternehmen zu helfen, unsere Arbeitskraft möglichst gewinnbringend auszubeuten. Dafür haben sie durch die Hartz-Reformen einen Billiglohnsektor geschaffen und die Arbeitsverhältnisse flexibilisiert. Für immer mehr Menschen ist es heute Alltag, rund um die Uhr verfügbar zu sein, jede Minute des Tages optimal nutzen und sich permanent selbst optimieren zu müssen, um an Aufträge, Projekte oder befristete Jobs zu kommen. Egal um welches Thema es geht – ob Wohnen, Bildung oder Umweltschutz – erstes Ziel der Politik ist stets, den „Wirtschaftsstandort“ zu verbessern; unsere Bedürfnisse haben sich dem unterzuordnen. Es verwundert nicht, dass angesichts dieser Verhältnisse viele das Vertrauen in die etablierten Parteien verlieren. Dies gibt sogenannten „populistischen“ Kräften Auftrieb, die behaupten – anders als die „abgehobenen Eliten“ – wirklich die Interessen des Volkes (populus) zu vertreten.

Illusionen des Nationalismus

Die rechten Populist*innen der AfD verstehen unter „Volk“ nicht alle hier lebenden Menschen, sondern nur die angestammten Deutschen. Sie versprechen, diesen zu helfen, indem sie die Grenzen für Geflüchtete schließen und Migrant*innen weitere Rechte entziehen. Dieses nationalistische Programm wird den zum Abschuss freigegebenen Minderheiten real schaden, den deutschen Lohnabhängigen oder Arbeitslosen jedoch nichts nützen. Es freut nur die Eigentümer*innen, wenn wir uns in der Konkurrenz um Jobs oder Wohnungen gegeneinander aufhetzen lassen. So können sie sich sicher sein, dass kein gemeinsamer Widerstand gegen die Verhältnisse aufkommt, die uns erst in diese verfluchte Konkurrenzsituation bringen. Die AfD ist keine „Alternative“ zu den bestehenden Verhältnissen. Sie möchte sie noch schlimmer machen, als sie ohnehin schon sind und könnte sich als Wegbereiterin eines neuen Faschismus erweisen.

Illusionen des sozialen Staats

Der linke Populismus wird hierzulande vertreten durch die Linkspartei und die Initiative „Aufstehen“. Sie versprechen, uns mithilfe des Staates vor den schlimmsten Zumutungen des globalen Kapitalismus zu beschützen. So verkündet Die Linke in ihrem Programm zu den Europawahlen, „europaweit Wohnungsspekulanten enteignen“ zu wollen, um gegen steigende Mieten vorzugehen. Warten wir ab, was von solch großspurigen Ankündigungen übrigbleibt, wenn die Linken erst einmal in einer Bundesregierung sitzen! Wer den Staat lenken möchte, der kann nicht gegen die Interessen der kapitalistischen Unternehmen regieren, von deren Erfolg die Handlungsfähigkeit der staatlichen Institutionen abhängt. Nichts zeigt dies besser als das Beispiel der griechischen Linkspartei SYRIZA: Sie wurde 2015 mit dem Versprechen gewählt, die drastischen Sparprogramme zu beenden, unter denen die Bevölkerung litt. Nach der Wahl setzte sie eben jene Sparprogramme wirksamer durch als die konservative Regierung zuvor. Die Hauptaufgabe linker Parteien besteht darin, Unzufriedenheit mit den Verhältnissen zu kanalisieren und in ungefährliche Bahnen zu lenken. Sicher erreichen sie zuweilen auch gewisse Verbesserungen für die Bevölkerung. Wir sollten aber nicht vergessen, dass diese meist bald von der Inflation aufgefressen werden und jederzeit wieder zurückgenommen werden können, solange sich an den grundlegenden Macht- und Eigentumsverhältnissen nichts ändert.

Es rettet uns kein höheres Wesen…

Wir wollen keine „neuen“ Politiker*innen und keine „echten“ Volksvertreter*innen. Unsere Lage können wir nur verbessern, indem wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen! Nicht Parlamentswahlen gilt unser Interesse, sondern Demonstrationen wie den Fridays for Future, Besetzungen wie im Hambacher Forst, Blockaden wie die der gelben Westen in Frankreich oder Streiks wie zum internationalen Frauentag am 8. März. Dies sind Anlässe, bei denen eine neue Opposition sich finden, Ideen austauschen und aus Fehlschlägen lernen kann, um den Verhältnissen ernsthaft den Kampf anzusagen. Wir müssen erkennen, dass wir als Lohnabhängige eine Klasse bilden und unabhängig von unserer jeweiligen Herkunft oder Kultur gemeinsame Interessen haben. Der wahre Gegensatz ist der zwischen uns und den Besitzenden, nicht zwischen den Nationalitäten. Wichtig ist, dass wir unsere Kämpfe selbstorganisiert führen und es nicht zulassen, dass selbsternannte Anführer*innen diese vereinnahmen und uns erneut zu Zuschauer*innen machen. Unsere Perspektive kann daher auch kein angeblich „sozialistischer“ Staat wie in Kuba oder Venezuela sein, der die Arbeiter*innen im Namen einer besseren Zukunft ausbeutet und unterdrückt. Unsere Perspektive ist die Abschaffung des Eigentums, des Staates und jeglicher Herrschaft. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, die auf freien Vereinigungen von Gleichen beruht und die Produktion gründlich umgestaltet, sodass sie den Bedürfnissen der Menschen dient und die Natur nicht länger zerstört.

Der 1. Mai war der internationale Kampf- und Feiertag der revolutionären Arbeiter*innenbewegung. Wir wollen dieses Datum zum Anlass nehmen, mit einer kraftvollen Demonstration an den alten Traum einer von Herrschaft befreiten Menschheit zu erinnern. Gemeinsam mit euch wollen wir damit einen kleinen Beitrag zur Herausbildung einer neuen revolutionären Bewegung leisten, die die Verwirklichung dieser Idee erneut auf die Tagesordnung setzt.